Donnerstag, 20.03.2014, 16:00 Uhr: Leseladen
Besuch der Grabstätten von Bertolt Brecht und Helene Weigel

auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof mit anschließender Führung im Brechthaus

 

Treffpunkt:
15:45 Uhr am Friedhofseingang (Chausseestr. 126)
16:00 Uhr an der Grabstelle
17:15, 17:45 und 18:15 Uhr Gruppenführungen im Wohnhaus

 

Die Brecht-Weigel-Gedenkstätte befindet sich im Brechthaus in der Chausseestraße, neben dem Französischen und dem Dorotheenstädtischen Friedhof, auf denen Hugenottengeneräle, Schriftsteller, Komponisten, Bildhauer, Philosophen, Schauspieler ihre Grabstellen haben.

Die Gedenkstätte wurde zu Bertolt Brechts 80. Geburtstag, am 10.Februar 1978, eröffnet. Jeweils drei Räume sind im Originalzustand erhalten. Brecht lebte in seiner Wohnung in der ersten Etage des Seitenflügels und Hinterhauses von Oktober 1953 bis zu seinem Tode am 14. August 1956.

Einrichtungen des Brechthauses sind das Bertolt-Brecht-Archiv mit dem Helene-Weigel-Archiv - die ebenfalls zur Stiftung Archiv der Akademie der Künste gehören -, das Literaturforum im Brechthaus, das Kellerrestaurant und die Buchhandlung am Brechthaus.

Brechts großes Arbeitszimmer

Bertolt Brechts großes Arbeitszimmer, Foto: P. Lutz

 

Adresse: Brecht-Weigel-Gedenkstätte, Chausseestr. 125, 10115 Berlin
Telefon: 030/20057-1844
Internet: www.adk.de

Öffnungszeiten: Die Besichtigung der Arbeits- und Wohnräume ist nur mit Führungen zu bestimmten Zeiten möglich

Nahverkehr, nächste Haltestellen:

Bus: Philippstr.: 142, Naturkundemuseum (U): 245, Torstr./U Oranienburger Tor: 142, Nordbahnhof (S): 245, 247, Nordbahnhof/Gartenstr. (S): 245, 247
U-Bahn: Naturkundemuseum (U): U6, Torstr./U Oranienburger Tor: U6
Tram: Nordbahnhof (S): M10, M8
S-Bahn: Nordbahnhof (S): S1, S2, S25


Hermann Hesse - Stufen, Das Glasperlenspiel

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

GrabmahlBertoltBrecht

Grabmahl Bertolt Brecht

 


powered by CMBasic